Garten Indische Botschaft

I Berlin

Auftraggeber
Government of India
Freianlagen
SAL Landschaftsarchitektur
Bearbeitung
K. Wagenschwanz,
M. Wolf,
Stephan Bracht

 

Architekt
Léon Wohlhage Wernik, Berlin
 
 
Architektur und Garten in Korrespondenz

Die Indische Botschaft in Berlin (Embassy of India), Tiergartenstraße 17, ist die diplomatische Vertretung der Republik Indien in der Bundesrepublik Deutschland. Der Neubau in Berlin wurde am 18. Januar 2001 feierlich eröffnet.

Der Entwurf des modernen Gebäudes stammt von Léon Wohlhage Wernik, Berlin. Unsere Gestaltung der innenliegenden Gartenräume über zwei Ebenen lehnt sich eng an das Architekturkonzept an.

Leistungsbild
Leistungsphasen:  1 – 9 nach HOAI
Baukosten
600.000,- €
Planung
1997 – 1999
Ausführung
1999 – 2000
Das architektonische Konzept: Masse und Leere

Das etwa 3.500 Quadratmeter große Grundstück der indischen Botschaft ist an der Straßenfront nur knapp 40 Meter breit, aber gut 80 Meter tief und fünfgeschossig. Zur Straße hin ist es leicht schräg ausgerichtet. Dadurch wird das Grundstück maximal ausgenutzt.

Die Großform ist nur scheinbar massiv. Tatsächlich spielt das Volumen mit dem Kontrast zwischen Masse und Leere. Unser Entwurf eines Gartens auf zwei Ebenen und eines Dachgartens ist ein wichtiger Bestandteil des Architekturkonzeptes „Masse und Leere“. Darüber hinaus ist er Ausdruck einer ebenso repräsentativen wie symbolischen und dabei funktional zeitgemäßen Gartenarchitektur.

Ein Garten mit mäandernden Wasserbecken

Der Garten mit fast quadratischem Grundriss ist auf zwei Ebenen angelegt. Fließendes Wasser begleitet den Besucher durch den Vorgarten zum Atrium und über Trittsteinquader durch ein mäandrierendes Wasserbecken auf die zweite Ebene. Eine breite Freitreppe über die Tiefe des Gartens führt zum Dachgarten. Gestaltung und Steigungswinkel der einläufigen Treppe sollen an die historische Freiluftsternwarte Jantar Mantar erinnern.

Im Außenraum ergießt sich das Wasser vom ersten Obergeschoss auf die Ebene des Gartenhofes und endet als stiller Wasserspiegel in einem flachen Becken.

Wie ein kostbarer indischer Teppich

Traditionelle Elemente indischer Gärten prägen die Gestaltung der Freiräume. Pflanzenbeete und Kiesflächen, Wasserbecken und Wege sind wie Intarsien ineinandergefügt. So entsteht die Assoziation eines kostbaren indischen Teppichs. Als Bodenbelag greifen wir den für das Gebäude charakteristischen roten Sandstein auf.

 

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