Freiraumgestaltung Hafenkäserei

I Münster

Auftraggeber
Hafengesellschaft 2012 mbH
Bauherr
Heinrich Söbbeke
Freianlagen
SAL Landschaftsarchitektur GmbH
Bearbeitung
Stephan Bracht,
Rachel Bentley,
Jessica Möhring
Architekt
Hartig / Meyer / Wömpner Architekten
 
Planung und Gestaltung der Freiflächen rund um den Neubau Hafenkäserei Söbbeke

2013 lobt die Unternehmerfamilie Söbbeke für ein neues Vorzeigeprojekt einen Architekturwettbewerb aus. An Münsters Hafen soll auf der B-Side die Hafenkäserei entstehen, eine Schaukäserei mit Verkauf und Gastronomie an einem Ort. Den Wettbewerb gewinnen Hartig / Meyer / Wömpner Architekten, Münster. Das SAL Team kooperiert bei der Planung und Gestaltung der Freiflächen sowie der Begrünung rund um den Neubau Hafenkäserei Söbbeke.

 

Leistungsbild
Leistungsphasen
1 – 9 nach HOAI
Baukosten
550.000,- € brutto
Planung
2013 – 2014
Ausführung
2014 – 2016
 
Aufgaben
  • Neue Parkplätze aus Öko-Betonpflaster
  • Baum-, Hecken- und Staudenpflanzungen
  • Bereich für Außengastronomie am Wasser
  • Weitere Aufenthaltsbereiche
  • Elektrische Toranlage und Zaunbau
 
 
BIO-KÄSE PRODUZIERT IN URBANEM UMFELD

Die Idee für eine Schaukäserei kommt von Ann-Paulin Söbbeke und ihrem Vater Paul Söbbeke. Die Molkerei-Meisterin in 4. Generation erkennt während ihrer Ausbildung im Allgäu die Vorteile dieses Marketingkonzepts. Sie möchte damit gründen, aber nicht am Standort des Familienunternehmens in Gronau Epe, sondern in einem urbanen Umfeld. Die junge Gründerin überzeugt ihre Familie und findet Unterstützung seitens der Stadt Münster.

NEUBAU MIT INDUSTRIELLEM CHARAKTER

Der Neubau ist ein nahezu geschlossener Baukörper vorwiegend aus Sichtbeton. Das Architekturkonzept sieht eine offene Büro- und Arbeitslandschaft vor, die Transparenz und eine kommunikative Grundstimmung erzeugt. Mit großzügigen Glasflächen und seinem gastronomischen Außenbereich öffnet sich der Neubau markant und einladend zum Hafenbecken hin.

DIE FREIANLAGEN RUND UM DIE HAFENKÄSEREI

Im Zuge des Neubaus übernimmt das SAL Team Planung und Gestaltung der Freianlagen. Stellplätze für Mitarbeitende und Besuchende, von Hochbeeten und Hecken gesäumt, flankieren das Gebäude in Richtung Straße (Am Mittelhafen). Um weniger Fläche zu versiegeln werden die Stellplätze mit Rasenlinern gepflastert.

Entlang der Zufahrten entstehen zwei Baumreihen aus Säulenpappeln. Die Säulenpappel ist ein raumbildender, schlankwachsender und dadurch die Fläche klar gliedernder Baum, typisch für historische Industrieanlagen. Die schnell wachsende Weidenart bietet Schatten und ist eine wichtige Nahrungspflanze für Käfer und Insekten. Ihre Pollen werden von Honigbienen gesammelt, und die wolligen Samenbüschel sind ein beliebtes Polstermaterial für Nester.

Das Grundstück wird mit wechselnden Basaltschotterflächen eingefasst. Damit nehmen wir den industriellen Charakter der Architektur auf. Die Bepflanzung mit Herbstastern und Sommerflieder und ein „Käsereiplatz“ in der Außengastronomie schaffen einen grünen, jahreszeitlich blühenden Kontrast und sorgen für ein gesundes Microklima.

Leckeren Bio-Käse und Finne-Bier genießen, spannende Architektur und die Ruhe der B-Side erleben: hafenkaeserei.de


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