Museumsvorplatz Geomuseum

| Münster

Auftraggeber
Universität Münster
Freianlagen
SAL Landschaftsarchitektur
Bearbeitung
Stephan Bracht
 
 
 
DER HOF DER LANDSBERG’SCHEN KURIE: Das neue Geomuseum Münster

Im August 2023 wird das Geomuseum Münster nach 16 Jahren Umbauzeit wiedereröffnet. Das Mineralogische Museum und das Geologische Museum sind damit an einem Ort vereint. Das neue Geomuseum präsentiert sich als „Fenster zur Erdgeschichte, Geologie und Paläontologie Westfalens“.

Dafür steht auch das beeindruckende Wollhaarmammut-Skelett im Foyer. Viele Erwachsene kennen es noch aus Kindertagen. Es zeugt vom Leben vor 43.000 Jahren. 1910 wurde es in einer Ahlener Tongrube entdeckt. Heute schaut es aus dem Fenster in den Hof des einstigen Stadtquartiers der Landsberg’schen Kurie.

Im Zuge der Sanierung des Museums konnten Teile des historischen Stadtquartiers aus dem 18. Jahrhundert freigelegt werden. Die Architekten haben den historischen Bestand in ein neues, ganzheitliches Architekturkonzept überführt. Das Ergebnis ist überaus gelungen!

 

Leistungsbild
Leistungsphasen
1 – 8 nach HOAI
Baukosten
450.000,- € brutto
Planung
2021
Ausführung
2022 – 2024

Aufgaben

  • Erneuerung der Pflasterfläche am Geomuseum
  • Natursteinpflaster im Passeverband aus Granodiorit
  • Natursteinbänke aus Granit mit Sitzauflagen aus Holz
  • Barrierefreie Rampe
  • Findling mit Kiesbeet
  • Fahrradständer, Fahnenmasthülsen
  • Bodeneinbauleuchten
BARRIEREFREIE NEUGESTALTUNG DES MUSEUMSVORPLATZES

Gegen Ende der Umbauphase 2021 werden wir, das SAL-Team, damit beauftragt, den Vorplatz des Geomuseums neu zu gestalten. Aus dem gegenüberliegenden LWL Museum fällt der Blick darauf.

Unseren Auftraggeber ist wichtig, dass unser Entwurf sowohl dem Thema des Museums, der Geologie, als auch dem Gebäudedenkmal gerecht wird. Außerdem sollen Museum und  der Außenbereich barrierefrei zugänglich und einladend gestaltet sein.

 
EIN EISZEITLICHER GRANIT-FINDLING IM ZENTRUM DES HOFES

Wir begeistern mit der Idee, einen eiszeitlichen Granit-Findling in der Hofmitte auf einem Kiesbett zu platzieren. Zwei Sitzblöcke aus Granit mit Holzsitzauflage sind auf den Findling ausgerichtet.

Der urzeitliche Stein steht in einem spannenden Dialog zum Geomuseum und der Baugeschichte des Landsberg’schen Hofs mit seiner historisch belegten Vorfahrt rund um ein zentrales Schmuckbeet.

Den Freiraum des dreiflügelig umschlossenen Hofes gestalten wir mit mittelformatigem Natursteinpflaster aus grau-gelbem Granit. Der Stein ist farblich auf die gelben Sandstein-Gesimse und Fenstergewände des roten Klinker-Gebäudes abgestimmt.

Für die Beleuchtung der historischen Fassade, und des Innenhofs kooperieren wir mit Oliver Christen, oc-lichtplanung, Diepholz. Die Beleuchtung ist dezent und dabei akzentuierend mit fest installierten Bodenleuchten, Ausleuchtung des Findlings und Lichtführung entlang des Geländers der barrierefreien Rampe.

Besonders schön für uns: Auch das zweiflügelige Tor zum Ehrenhof dürfen wir gestalten. Rechts und links dahinter bieten zeitgemäße und im Design zurückhaltende Anlehnbügel aus Flachstahl Abstellmöglichkeiten für Fahrräder. 

Eine barrierefreie Rampe führt über den Haupteingang ins Gebäude. Alle sind willkommen, dem Mammut zu begegnen.

www.uni-muenster.de/Geomuseum

 

weitere
Projekte |

Cookie Consent mit Real Cookie Banner