Innenstadtentwicklung Bocholt

Auftraggeber
Stadtsparkasse Bocholt

Freianlagen
SAL Landschaftsarchitektur

Bearbeitung
Stephan Bracht,
Gregor Schütze

Architekten
Kleihues + Kleihues

 

EIN LEERSTAND INSPIRIERT ZU MUTIGEN SCHRITTEN

Initialzündung für die Innenstadtentwicklung Bocholt gibt die Sparkasse Bocholt bereits 2009. Der Vorstand trifft eine zukunftsweisende Entscheidung: Die Hauptstelle soll nicht saniert werden, stattdessen soll ein Neubau in der Innenstadt entstehen und als Standort das Grundstück eines seit Jahren leerstehenden Kaufhauses genutzt werden. Investor und Stadt entschließen sich, im Zuge des Neubaus den gesamten Innenstadtbereich aufzuwerten.

2015 wird dafür ein Architekturwettbewerb ausgelobt. Diesen können  Kleihues + Kleihues für sich entscheiden. Die Architekten planen für das 10.000 Quadratmeter große Areal eine offene Bauweise mit zwei Baukörpern und Zugängen zum Neutorplatz. Eine  großzügige Platzsituation entsteht unter Einbeziehung der Bocholter Aa. Diese Planung mit Erweiterung hin zum Naturraum Aa bietet uns als Landschaftsarchitekten viel Potenzial für eine attraktive Freiraumgestaltung.

 

INNENSTADTENTWICKLUNG BOCHOLT: EINBEZIEHUNG DER AA

In unserem Entwurf wird der Innenstadtraum zu einem Ort mit hoher Aufenthaltsqualität. Um diesen mit Gastrobereich, freien Plätzen zum Verweilen und Querung für Radverkehr unterschiedlich bespielen zu können, detaillieren wir zwar Flächen, behalten jedoch ein stimmiges, zeitgemäßes und urbanes Gesamtbild im Blick.

Besondere Freude macht uns als Planer die Einbeziehung der Freiflächen entlang der Bocholter Aa. Damit erweitert sich die Innenstadt von Bocholt um einen einmaligen Natur- und Erholungsraum.

Bearbeitungsfläche
ca. 10.000 m2

Leistungsbild
Leistungsphasen
1 – 9 nach HOAI

Baukosten
4.400.000,- € brutto

Planung
2016 – 2019

Ausführung
2017 – 2023

 

Aufgaben

  • Platz und Wegeflächen

  • Pflanzflächen (Gräser- und Baumgarten)

  • Bereiche für Außengastronomie

  • Taktiles Leitsystem

  • Velo-Route

  • Fahrradstellplätze

  • Aa-Reling über der Bocholter Aa

  • Aa-Steg an der Bocholter Aa

  • Lichtplanung – zusammen mit
    Kober Lichtplaner

 

PROMENIEREN ENTLANG DER BOCHOLTER AA

Der Übergang Neustraße/ Boggeter Promenade erhält einen Brüstungsbereich, die „Aa-Reling“. Die Fläche zieht sich leicht über die Bocholter Aa hinaus und bietet so einen spannenden Blick über den innerstädtischen Fluss und seinem naturnahen Verlauf.

Unter drei schattenspendenden Spree-Eichen haben wir Sitzmöglichkeiten geschaffen – ein Ort um auszuruhen.

An die „Aa-Reling“ schließen sich die „Aa-Terrassen“ an. Drei abtreppende Pflanzbeete fangen die natürliche Böschung ab und schaffen den Übergang zum naturnah gestalteten Südufer der Bocholter Aa.

Der neue „Aa-Steg“ aus Sichtbeton stellt eine zusätzliche städtebauliche Verbindung dar. Entlang der Bocholter Aa bildet er einen urbanen Kontaktpunkt.

Insgesamt zeichnet sich unser Konzept durch eine einheitliche innerstädtische und klimaangepasste Gestaltung der Freiräume aus. Sie hält unterschiedliche Nutzergruppen und Bedürfnisse im Blich und bietet dafür besondere Aufenthaltsbereiche sowie neue, fußgänger- und radfreundliche Wegeverbindungen.

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