Wassergestaltung Königsplatz, Kassel
Wettbewerbsart
Realisierungswettbewerb
Preis: 2. Preis
Jahr: 2004
Freianlagen
SAL Landschaftsarchitektur
Bearbeitung
Stephan Bracht
Künstler
Heinecke / Krehl, Leipzig
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Competitionline
Brunnen und Stelle für den Königsplatz in Kassel
Der Königsplatz wurde 1767 im Rahmen der Neugestaltung der Stadt nach Plänen Simon Louis du Rys angelegt. Sein Name geht auf den Landgrafen und König von Schweden, Friedrich I. (1676 – 1751) zurück. Der Platz hat eine exponierte Lage: Er bildet den geographischen Mittelpunkt der Stadt.
In der Zeit des Wiederaufbaus nach dem 2. Weltkrieg wurde der prominente Platz mehrmals umgestaltet. 2003 lobt die Stadt Kassel für den Platz ein Konzept für die Wassergestaltung aus.
Die Wettbewerbsaufgabe
Die Stadt Kassel erwartet einen Entwurf für die Wassergestaltung. Diese soll sich in das stadträumliche Ensemble einfügen, die historische Form und städtebauliche Bedeutung des Platzes berücksichtigen.
Funktionale Eckpfeiler der Entwurfsaufgabe sind die Nutzbarkeit des Platzes für verschiedenste Veranstaltungen und die Berücksichtigung der Straßenbahntrasse durch seine Mitte.
Unser Wettbewerbsbeitrag: Brunnen mit Stele
Der SAL Wettbewerbsbeitrag entsteht in Zusammenarbeit mit den Künstlern Katja Heinecke und Reinhard Krehl, Leipzig.
Aus unserer Sicht kann sich die Lage für unseren Entwurf „Brunnen mit Stele“ nur aus der 1766 von Simon Louis du Ry angelegten barocken, kreisrunden Platzform mit zentraler Akzentuierung ableiten. Somit gibt es nur einen „richtigen“ Standort: die Platzmitte.
Diese Position ist aufgrund der neuzeitlichen Entwicklung des Verkehrs nicht mehr bzw. nur noch zum Teil möglich. Deshalb verrücken wir den Brunnen als Teil der Gesamtskulptur „Brunnen mit Stele“ 32 Meter in nordwestliche Richtung.
Der für den Brunnen ausgewählte neue Standort ist hinsichtlich der Höhenlage und einer optimalen Besonnung exponiert. Er verweist auf seinen Ursprung, dabei entsteht ein Spannungsfeld zwischen Brunnen und Stele.
Der Brunnen wird „verrückt aus der Mitte“, während die Stele „die Stellung hält“ und als vertikales Element die Platzmitte besetzt.
Für unseren Entwurf erhielten wir den 2. Preis. Der 1. Preis ging an den deutsch-algerischen Landschaftsarchitekten Kamel Louafi, Berlin.